Keine Flatrate für Speicher

Vorrede

Viele Menschen denken, dass Speicherplatz nichts kostet, weil die Festplattenpreise in den vergangenen Jahren rasant gesunken sind. Entsprechend ist der gedankenlose Umgang mit Daten/Informationen gestiegen und sorgt für eine kaum zu beherrschende Datenflut.

Aber Speicher benötigt Strom, Strom belastet die Umwelt, auch wenn man “grüne Energie” verwendet. Was man speichert, soll auch abgerufen werden. Also müssen CPU-/RAM-/Leitungs- und Datenübertragungskapazitäten bereitgehalten werden.

Die Ressourcen sind nicht unendlich und fordern immer irgendeinen Preis vom Menschen. Und wenn man mal ehrlich zu sich selber ist, dann sind viele “Informationen” nicht viel Wert und müssen auch nicht dauerhaft gesichert werden.

Speicher beim CID / CIDNET

Wir verstehen uns – trotz unserer Firmierung – eher als Einkaufs- und Interessengemeinschaft. Unsere Server werden mit konkreten Kapazitäten inkl. sehr großzügigem Puffer angeschafft. Die Weitergabe der Kosten erfolgt auf Basis einer sauberen und fairen Kalkulation.
Wir verzichten auf zusätzlichen Speicher (“virtuelle Festplatte” bzw. Cloud-Speicher) aus den Rechenzentren der großen Internetkonzerne, weil dann Teile der Daten dann nicht mehr bei uns liegen, sondern auf fremden Servern und meist bei den großen Konzernen, die sich nicht wirklich um den Datenschutz kümmern. Wir haben eine kritische Haltung zu den großen Datenkonzernen (GAFAM – Google, Amazon, Facebook, Apple, Microsoft), die sich nur in den Werbeaussagen bzw. auf dem Papier Datenschutz ernstnehmen.

Aus diesem Grund gibt es auch keine “Flatrate” für Datenspeicher.

Ihre Festplatte in Ihrem Laptop ist ja auch begrenzt und wenn diese voll ist, müssen Sie sich überlegen, wohin mit den Daten – mit allen Vor-/Nachteilen. Vergleichbar mit Ihrem Dachboden, Keller oder Abstellkammer: wenn der Raum voll ist, dann muss man überlegen, was man wirklich noch braucht oder bereit sein mehr Geld für zusätzlichen Raum auszugeben.

Selbst wenn wir dem Kunden “unbegrenzt” Speicher zur Verfügung stellen wollten/könnten, würde es das Problem der schlechten digitalen Eigenorganisation nicht lösen. Zieht man von einer kleineren Wohnung in eine größere um, dann wird oft die größere auch schnell voll.

Daher appellieren wir, sich Gedanken über den Umgang mit Daten zu machen und darüber, was wirklich auf Dauer gespeichert werden soll und für Wen es bestimmt ist.

Beispiele / Anregungen:

  • E-Mails mit geringen Aufbewahrungswert (“Papa, ich komme morgen”, “Hier sind meine 20 Urlaubsbilder” – Anhänge sollten eh auf der eigenen Festplatte gesichert werden, falls erforderlich), müssen vermutlich nicht drei Jahre aufgehoben werden.
  • Predigten als MP3-Dateien, die nur selten von Menschen aufgerufen werden, sollten entweder besser “vermarktet” werden oder auf einer externen Festplatte oder einem Archiv gesichert werden. Aber es ist zu überdenken, ob diese Dateien unbedingt den Webspace der Homepage belasten müssen.
  • Nicht speicheroptimierte Bilder auf der Homepage oder 10 Jahre alte Bildergalerien auf der Homepage belasten den Webspace der Homepage. Hier könnte man sich selber ebenfalls hinterfragen.
  • Videos für die Homepage können auf eine der großen Videoplattformen (z.B. YouTube, Vimeo, Dailymotion) hochgeladen und auf der eigenen Homepage eingebunden werden. So könnte man die Belastung für Speicher, Übertragungsgeschwindigkeit, Bandbreite, Datenmenge und insgesamt für den Server vermeiden und gleichzeitig mit seinen Videos neue Zielgruppen ansprechen, die man auf die eigene Homepage lenken könnte.
  • Backups Ihrer Homepage auf dem gleichen Server könnten mal überdacht werden:
    • Wofür braucht man das Backup? Geht es darum willkürlich Daten wieder herzustellen, die man gerade selber geändert hat? Muss alles und ständig gesichert werden?
    • Reicht evtl. auch eine Datensicherung, bevor wesentliche Veränderungen an der Homepage durchgeführt werden, wie z.B. Themes/Design/Layout, funktionale Erweiterungen (Add-Ons/Plugins).
    • Backups zeitnah vom Server herunterladen.
    • Für den “Katastrophenfall” haben wir für Sie vorgesorgt: jede Nacht wird eine Sicherung der Datenbanken und Website-Daten durchgeführt. Die Server laufen in RAID-Verbünden, so dass ein einzelner Festplattenschaden kein Datenverlust bringt.